KILOMETR.COM – Murmansk Expedition 2011

Gesamtsrecke ca. 2 300 km

Hier findet ihr eine allgemeine Beschreibung der Tour in englischer Sprache: Murmansk

Im folgenden eine detaillierte Auflistung der einzelnen Tagesetappen:

10.06.2011
Treffpunkt ist 10 Uhr lokaler Zeit an der lettisch-russischen Grenze. Vom nordpolnischen Ort Suwalki (auf deutsch: Sudauen oder Suwalken) bis hier sind ca. 600 km auf Hauptstrassen zurück zulegen, d.h. diese Etappe ist problemlos in einem Tag zu schaffen.

Wir passieren die Grenze gemeinsam, was durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Bei der Bewältigung der bürokratischen Hürden und der Erledigung des Papierkrams stehen wir euch zur Seite. Es besteht die Möglichkeit, an der Grenze Geld zu tauschen (z.B. für anfallende Bearbeitungsgebühren), oder am folgenden Tag in St Petersburg.

Die Entfernung vom Grenzpunkt bis zum ersten Übernachtungsort beträgt 140 km.

11.06.2011

Nach der Abfahrt um 8.00 Uhr reisen wir über die Hauptverbindungsstraße nach St Petersburg. Vorsicht – auf dieser Strecke muss man mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen! In St Petersburg sind ca. 3-4 Stunden Zeit zur Besichtigung der Stadt eingeplant, die Fahrzeuge werden dafür auf einem bewachten Parkplatz in der Nähe von Nevski Prospekt abgestellt.
Die Übernachtung erfolgt an einem See, ca. 100 km von St Petersburg entfernt. Insgesamt sind 360 km Tagesstrecke zu fahren.

12.06.2011
Am Morgen geht es weiter nördlich parallel zum Ladoga Lake. Wir befinden uns hier bereits in Karelien, eine Region, deren Wasserflächen größer sind als die Landmasse. Auf dem Weg liegt eine Orthodoxe Holzkirche mitten auf einer kleinen Felsinsel. Wir werden einen kurzen Halt in den ehemaligen finnischen Siedlungen Mielnikovo und Kurioiki mit ihren winzigen blauen Häusern einlegen, bei Bedarf können vor Ort Grundnahrungsmittel eingekauft werden.

Ein längerer Aufenthalt ist in der regionalen Hauptstadt Sortavala eingeplant. Im Sommer kommen viele finnische Touristen hierher. Es besteht noch die Möglichkeit an den Strand des Ladoga Sees zu besuchen bevor wir tanken und in die wilderen Teile Kareliens aufbrechen. Die nächsten 2 Tage bewegen wir uns ausschließlich auf Pisten. Übernachtet wird in einem Kiefernwald am Seeufer nach einer Tagesetappe von 240 km.

13.06.2011

Es geht weiter nördlich durch die Taiga über Pisten mit vielen Schlaglöchern. Von Zeit zu Zeit kommen wir durch kleine Dörfer und Ansiedlungen, die oft malerisch zwischen Seen und Wald gelegen sind. An einem der Seen werden wir unsere Mittagspause verbringen. Jeder kann auf dieser Etappe sein individuelles Tempo wählen, wir werden uns an einem vereinbarten Treffpunkt wieder sammeln.

Am Ende des Tages erreichen wir die Hauptverbindungsstraße zwischen Petersburg und Murmansk. Dieser folgen wir nur ein paar Kilometer, denn nach einer kleinen Extrarunde durch die Taiga liegt unser Übernachtungspunkt in der Nähe eines Sees. Auf dem Weg dorthin gibt es die Möglichkeit, in den Dörfern Suoiarvi oder Miedvishegorsk zu tanken oder einzukaufen.

Gesamtetappe: 330 km.

14.06.2011

An diesem Tag müssen wir früh aufbrechen, um eine lange Etappe entlang der Hauptstraße M-18 Richtung Norden zu bewältigen. Auf dieser Strecke verlassen wir Karelien und erreichen eine ganz neue Landschaft, die Tundra der Kolsk Halbinsel. Die Straße führt wie ein Damm, über weite Feuchtgebiete hinweg. Im Winter betragen die Temperaturen in dieser Gegend bis zu – 50 Grad Celsius!

Gegen Ende des Tages schlagen wir unser Lager an einem See unter Fichten nach 520 Tageskilometern auf.

15.06.2011

Heute erwartet uns die schwierigste Offroad-Etappe, d.h. heute heißt mit großer Wahrscheinlichkeit es für alle Fahrer und Beifahrer: Mit-Anpacken! In dieser Region bleibt es meist die ganze Nacht hell, trotzdem brechen wir am frühen Morgen auf. Im Städtchen Ubra können wir Tanks und Nahrungsbestände auffüllen bevor die Offroad Strecke zur Bergarbeiterstadt Apatity beginnt. Auf den Fragmenten der alten Straße geht es 60 km durch Wälder vorbei an den Überresten ehemaliger Arbeitslager. Unterwegs müssen wir einige Flüsse durchqueren, die wir mit vereinten Kräften meistern werden. Die Gegend ist ein reines Labyrinth aus Fahrspuren, die allerdings hauptsächlich in verlassenen Dörfern enden oder als sogenannte zimnik nur passierbar sind, wenn der Untergrund gefroren ist.

Wenn wir abends im verlassenen Örtchen Muna unsere Zelte aufbauen, können wir auf eine abenteuerliche, erfolgreich gemeisterte Tagesetappe von 160 km anstoßen.

16.06.2011

Am heutigen Tag geht es durchweg durch schier endlose, fast menschenleere Tundra. nach 40 offroad-Kilometern erreichen wir die Asphaltstraße zu den Minen von Kirovsk. Nach einem Einkaufsstopp in Apatiti erreichen wir den Übernachtungsort an einem See unweit der Verbindungsstrasse. Dieser Streckenabschnitt umfasst 220 km.

17.06.2011

Nach 190 km Fahrt erreichen wir den Zielort Murmansk. Die Stadt selbst ist nicht sonderlich attraktiv außer man ist ein ausgesprochener Liebhaber der Soviet-Architektur. Vom Alosha Monument aus werden wir trotzdem ein beindruckendes Panorama der Stadt zu sehen bekommen. Nach 3 Stunden Fahrt erreichen wir die norwegischen Grenzstadt  Kirkenes, wo unsere gemeinsame Tour nach einer Etappe von 400 km endet.

Aktuelles Wetter in der Zielregion

Klar -10°C Klar
Fr. Meist sonnig
-10/-12
Sa. Teils sonnig
-7/-14
So. Vereinzelt Schnee
-2/-13